Samstag

Es ist wieder soweit

Nach langer Zeit konnte ich mich heute mal wieder aufraffen in diesem Blog zu posten. Es gibt Phasen im Leben, da scheint alles daneben zu gehen. Ganz ehrlich habe ich nun auch meine Ziele aus den Augen verloren - zu sehr war ich mit den Verlusten beschäftigt die ich die letzten Monate erfahren musste. Wie in "Murphy´s Komitee" beschrieben, sehe ich mich vor einem modrigen Tümpel voller widerlich stinkendem Morast. Ich habe eine gewisse Zeit davor verharrt und bin nun bereit hindurch zu waten. Ich muss jetzt durch, denn auf der anderen Seite des Tümpels ist die grüne Wiese voller herrlich duftender Blumen. Auch wenn ich mich miserabel fühle werde ich mich jetzt wieder voll auf meine Ziele fixieren - jetzt ist es soweit!

Mittwoch

Vorfreude auf den Urlaub

Der Alltag ist grau und eintönig. Der berühmte Alltagstrott belastet nicht nur die eigene Psyche sondern oft auch die Beziehung zum Partner. Andere stehen unter permanentem Stress, der logischer Weise ebenfalls Spuren hinterlässt. Ich persönlich habe immer den Fehler gemacht erst kurzfristig Urlaubspläne zu schmieden, meist fuhr ich noch nicht einmal weg. Doch dieses Jahr wurde der Urlaub bereits im März gebucht und im August gehts ab in den sonnigen Süden. Es war und ist schon verdammt lange bis August, aber genau das ist einfach genial. Man kann sich so richtig auf den Urlaub freuen, nimmt den Alltag und den Stress im Job gelassener. Das positive Ziel, der Urlaub, ist einfach immer in meinem Kopf present - ein täglich positiver Gedanke, der andere positive Gedanken magisch anzuziehen scheint. Echt toll - künftig buche ich immer frühzeitig.

Sonntag

Gab es denn nicht schon immer Wirtschaftskrisen?

Wenn man die Berichte in den Medien verfolgt und die Stimmung der Menschen sieht, kommt der Gedanke auf, dass die momentane Wirtschaftskrise das Ende der industriellen Wirtschaft weltweit sein muss. Nur negative Berichte und Existenzängste bestimmen das Handeln der Bevölkerung. Aber wieviele Menschen sind denn tatsächlich von der Krise betroffen - wieviele wurden bisher arbeitslos? Klar ist es ein persönlicher Weltuntergang, wenn die Arbeitslosigkeit droht, aber die meisten behalten doch Ihren Job. Das Problem ist die Angstmacherei durch die Medien! Würden die Menschen normal weiter konsumieren, Häuser bauen und Autos kaufen, wäre die Krise auch schnell wieder vorbei. Durch die momentane Depression werden ein paar grosse Unternehmen Pleite gehn, aber dafür ist wieder Platz für kleinere und mittelständische Unternehmen, die prozentual sogar noch mehr Arbeitsplätze schaffen als die grossen. Also seht die Krise nicht als Weltuntergang, sondern als Chance für einen Neuanfang. Wer jetzt aus der Not eine Tugend macht, wirtschaftliche Gelegenheiten nutzt, könnte schon bald von dem kommenden Aufschwung ganz weit nach vorne getragen werden. Also haltet einfach die Augen und Ohren offen - und wenn sich eine Geschäftsmöglichkeit bietet die Erfolg verspricht und zu Euch passt - dann hört sie Euch an und packt die Gelegenheit am Schopf.

Dienstag

Alle Ereignisse im Leben haben auch etwas Positives

Beim Verfolgen unserer Ziele stossen wir häufig auf Hindernisse und Schwierigkeiten die uns an den Rand der Verzweiflung bringen. Manchmal sogar scheint es so, als gäbe es eine unsichtbare Macht die genau dies möchte: unser Scheitern. Auch wenn es manchmal schwer fällt daran zu glauben, dient aber das jeweilige negative Ereigniss unserem Zweck bzw. Willen - es ist nur nicht sofort erkennbar. Zumindest wollen wir es nicht erkennen. Der Mensch ist daran gewöhnt erst einmal das Schlechte wahrzunehmen. Negatives prägt sich zudem viel leichter ein und bleibt auch viel länger im Gedächtnis als etwas Schönes oder Positives. Der Schmerz und/oder die verletzten Gefühle haften sehr stark an unserer Seele. An wieviele schöne Ereignisse und Glücksmomente in der Kindheit kann sich ein Erwachsener erinnern? Und an wieviele leidvolle Erfahrungen? Bei den meisten hat sich das unangenehme viel deutlicher eingeprägt, was aber nicht unbedingt bedeutet dass derjenige zwangsläufig auch mehr Leid erfahren musste.
Es gibt Menschen die sagen: Das ist Schicksal, Leid ist sinnlos und muss ertragen werden. Ich jedoch sage, das Schicksal meint es generell gut mit uns. Das Schicksal ist dazu da, uns unseren Zielen und Wünschen näher zu bringen - auch wenn es uns Schmerzen und Leid zufügt. Manchmal erkennen wir es sofort, manchmal erst Jahre später und manchmal niemals. Aber die negativen Ereignisse begleiten uns und bringen uns unseren Zielen näher. Es ist wie eine unsichbare Strasse des Lebens auf der wir fahren. Es geht nicht immer geradeaus aber wir sehen die Kurven nicht. Manches mal lenken wir intuitiv in die richtige Richtung, manchmal schrammen wir der Leitplanke entlang und manchmal krachen wir gegen einen Felsen der uns unsanft und schmerzvoll wieder auf die Strasse zurückschleudert. Aber die Richtung ist immer die gleiche - zu unserem Ziel.
Ich möchte meine Überzeugung durch ein persönliches Erlebnis verdeutlichen: Mit 18 Jahren war ich unerfahren und wurde stark durch meinen dominanten Vater beeinflusst. Eine weiterführende Schule durfte ich nicht besuchen zudem wurde ich gezwungen den Beruf des Sägewerkers zu erlernen. Ein sehr harter Job mit körperlicher Arbeit im Freien bei Wind und Wetter - Sommer wie Winter. Ich ging mit absolutem Widerwillen zur Arbeit. Die 3 jährige Ausbildung war für mich die Hölle auf Erden. Nun schlug das Schicksal zu. Durch einen Mopedunfall wurde meine Milz so stark verletzt, dass sie entfernt werden musste. Fast hätte ich mein Leben verloren, da ich innerlich bereits über 3 Liter Blut verloren hatte. Durch die Operation konnte ich monatelang nichts Schweres heben. Ich war körperlich stark eingeschränkt und habe seitdem eine fette Narbe auf dem Bauch. Damals empfand ich es als unfair. Ausgerechnet ich musste in so jungen Jahren mit dieser Entstellung leben. Es war ein drastischer Einschnitt in mein Leben und ich empfand das Ganze als absolut negativ.
Aber heute, mit Abstand, kann ich eigentlich nur noch das Gegenteil behaupten. Nur durch diesen Unfall konnte ich mein Leben anders gestalten. Ich musste keinen Wehr- oder Ersatzdienst leisten und konnte direkt mit der Umschulung zum Industriekaufmann beginnen. Mein Vater musste es akzeptieren, da die Ärzte auf meiner Seite waren. Heute bin ich fest davon überzeugt, dass das Schicksal mir helfen wollte - auch wenn es schmerzhaft für mich war.
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